Leserbrief von Dr. Stefan Anderssohn zum KN -Artikel: “Viel Sympathie für kleine Lösung”vom 14.2.2011, Seite 15:
Im KN-Artikel wird vom zweiten Teil des Werkstattverfahrens, am 12.2.2011, berichtet. Hat sich die Prophezeiung von Boris Geißler: “Rampe klein oder groß?” (KN-Artikel vom 11.2.2011) nunmehr bewahrheitet, dass nun allseits große Sympathien für kleine Rampen angesagt sind? Mitnichten. Mehr als Grund genug für einen Leserbrief:
“Sympathie ist keine verlässliche Grundlage für die Verkehrsplanung. Viel stärker ist jedoch zu kritisieren, wie im Vorfeld der Veranstaltung unhinterfragte Sachzwänge aufgebaut wurden: Dass eine Autobahnanbindung in jedem Fall notwendig sei – wählen könne man allenfalls die Größe des Übels.
Dabei wecken frühere Gutachten und selbst Aussagen des Tiefbauamtes nach meiner Ansicht Zweifel an deren zwingender Notwendigkeit. Derartige Widersprüche hätten zuvor geklärt werden müssen. Ebenso fehlte es den Teilnehmern an verlässlichen Informationen über die zukünftige Entwicklung des anzubindenden Gewerbegebietes – und damit über eventuelle weitere Straßenbauten.
Angesichts genannter Unwägbarkeiten, der zusätzlichen Belastungen für das Gebiet Hasselrade sowie der hohen Baukosten erscheint es vielmehr vernünftig, sich vorerst für die „Null-Variante“ (Beibehaltung des status quo) zu entscheiden. Diese Option war ja auch ausdrücklich in der ursprünglichen Vorgabe des Bauausschusses für den genannten Workshop vorgesehen. Auf dem Workshop musste dieser Diskussionspunkt von den Anwesenden erst nachträglich eingefordert werden.
Übrigens: Die „Null-Variante“ fand schließlich im zweiten Workshop mehr ‘Sympathisant/innen’ als die so genannte “kleine Lösung”. Dennoch: Sympathie ist nett, Fakten sind besser!”